Häufig gestellte Fragen zu Produkten und Dienstleistungen                                            
 

 

Häufig gestellte Fragen zu Produkten und Dienstleistungen

Die passende Antwort auf häufig gestellte Fragen

Finden Sie erklärende Informationen zu unseren Produkten und Dienstleistungen, indem Sie auf die folgenden Links klicken.



Was ist der IUPAC Code? Welche Ergebnisse erhalte ich?

Die DNA-Basenidentifikation beruht auf der Nomenklatur, die von der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) ausgegeben wurde. Bei nicht eindeutiger Basenidentifikation werden folgende IUPAC-Codes verwendet:

G/T = K C/T = Y A/C/G = V
A/G = R A/C = M C/T/G/ = B
G/C = S A/G/T = D A/C/G/T = N
A/T = W A/C/T = H

Was sind Q20 (Q30 / Q40) Basen?

Eurofins Genomics verwendet ein Basecalling-Programm, dass jeden Peak jeder Base einzeln untersucht und anhand dessen an jede Base einen Qualitätswert (Q) vergibt. Qualitätswerte variieren im Bereich von 4 bis ca. 60, je höher der Wert, desto höher die Qualität.

Die Qualitätswerte haben einen logarithmischen Bezug zu Fehlerwahrscheinlichkeiten in der Sequenz. Eine Aufstellung sehen Sie in folgender Tabelle:

QualitätswertWahrscheinlichkeit einer falsch gelesenen BaseSequenzgenauigkeit
Q 10 1 in 10 90 %
Q 20 1 in 100 99 %
Q 30 1 in 1.000 99.9 %
Q 40 1 in 10.000 99.99 %
Q 50 1 in 100.000 99.999 %

Welche Sequenziermethode setzt Eurofins Genomics ein?

Für alle Sanger Sequenzier-Services setzen wir die Cycle Sequencing Technologie (dideoxy chain termination / cycle sequencing) auf ABI 3730XL-Sequenzern ein.

Was ist die „Cycle Sequencing“ Technik?

Cycle-Sequencing, ist eine Modifikation der traditionellen Sanger-Sequenziermethode. Die Komponenten sind DNA, Primer, hitzebeständige DNA-Polymerase, 4 dNTP´s, 4 ddNTP´s (dideoxy terminator nucleotides) fluoreszenzmarkiert mit vier verschiedenen Farbstoffen sowie Puffer mit MG++ und K+-Ionen. Der einzelne Primer bindet an den komplementären DNA-Strang und wird in linearer Form verlängert. Diese Verlängerung wird so lange fortgeführt, bis zufälligerweise und abhängig von der komplementären Base ein bestimmtes ddNTP gekoppelt wird. Bedingt durch die Dideoxy-Beschaffenheit kann die Polymerase keine weitere Base mehr an diesem Fragment anfügen und die Verlängerung bricht ab.

Auf diese Weise erhält man am Ende einer definierten Anzahl an Zyklen eine Vielzahl an Fragmenten mit verschiedenen Längen und farbstoffmarkierten Enden.

Die stöchiometrische Beeinflussung der einzelnen Reaktionskomponenten stellt sicher, dass Fragmente jeder möglichen Länge generiert werden. Angenommen es werden 2.000 Basen generiert, dann erhalten wir alle Fragmente angefangen von n+1 bis 2.000, wenn n die Anzahl der Basen im Primer ist.

Der Hauptunterschied zwischen der traditionellen Sanger-Methode und der Cycle-Sequencing-Methode ist die Einführung der thermostabilen DNA-Polymerase. Der Vorteil dieser Polymerase ist, dass die Sequenzierreaktion immer wieder in demselben Tube wiederholt werden kann. Dabei wird das Reaktionsgemisch im Wechsel erhitzt und abgekühlt, einerseits um die DNA zu denaturieren und anderseits zum Annealen des Primers, um neue Sequenzketten zu bilden.

Aus diesem Grund wird weniger Template-DNA benötigt als bei konventionellen Sequenzierreaktionen.

Nach der Aufreinigung der Sequenzierreaktionen werden die Proben elektrokinetisch in die Kapillaren des 96-Kapillarsequenzierers injiziert.

Die negativ geladenen Fragmente wandern der Größe nach geordnet die Anode entlang, wobei die kleinsten Fragmente am schnellsten sind. Durch ihre angehängten ddNTP-Terminatoren kann die Basensequenz des Fragments gelesen werden.

Ein Laserstrahl regt in dem Moment, in dem die Fragmente das Detektionsfenster erreichen diese Farbstoffmoleküle an und produziert somit Fluoreszenzsignale. Diese Signale werden von allen 96 Kapillaren gleichzeitig gesammelt, spektral voneinander getrennt und auf eine CCD (charge-coupled device) Kamera fokussiert.

Äußerst hochentwickelte optische und elektronische Apparate produzieren ein farbiges Schema, das mit Hilfe einer Sequenzanalysesoftware in eine lesbare Sequenz übersetzt wird.

Was ist der Qualitätsreport?

In dem Qualitätsreport (*.pdf Format) bestehend aus den ABI-Trace-Dateien werden die Qualitätswerte jeder einzelnen Base farbig unterhalb jedes Peaks dargestellt. Jede der vier verschiedenen Farben repräsentiert jeweils einen spezifizierten Qualitätsbereich.

Gibt es Besonderheiten bezüglich der Norm DIN EN ISO 17025?

Unter den unten aufgeführten Bedingungenkönnen auch nur verkürzte Prüfberichte erstellt werden.

Betrifft: Vereinfachte Prüfberichte nach DIN EN ISO 170252018, (Abschnitt 7.8)

Prüflabore (Akkreditierung):  Eurofins Genomics Europe Applied Genomics GmbH (D-PL-13372, ) Eurofins Genomics Europe Sequencing GmbH (D-PL-17038)

Für akkreditierte Prüfungen bei diesen beiden Gesellschaften  werden Prüfergebnisse ggf. nur  vereinfacht berichtet, d.h. Anforderungen der Norm DIN EN ISO 17025:2018 (Abschnitt 7.8) sind für diese Art der Ergebnisübermittlung  nicht vollumfänglich  zutreffend.

Bei diesen Prüfungen können die Ergebnisse daher auch als Kurzprüfberichte, elektronisch erzeugten Result reports, Exceltabellen oder nur als Ergebnisdateien berichtet werden.

 

Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an das Customer Care Team.

Mit welcher Software kann ich die .ab1 Files ansehen

Es gibt verschiedene Software-Angebote auf dem Markt die man verwenden könnte.

Wir können Ihnen unseren GATCViewer anbieten, den Sie sich kostenlos herunterladen und installieren können.

 

Was bedeuted "DONE_QV_NOT_MET"?

Um sicherzustellen, dass die Sequenzierqualität nicht durch einen technischen Ausfall beeinträchtigt wird, wird bei jedem Sequenzierlauf eine interne Qualitätskontrolle durchgeführt. Darüber hinaus analysiert eine ausgeklügelte Software jede Sequenzier-reaktion unter Berücksichtigung von Parametern wie Qualitätswerten (QV) und Leselängen.

Wenn Sie als Ergebnis Ihrer Sequenzierungsreaktion "DONE_QV_NOT_MET" sehen, bedeutet dies, dass die interne Qualitätskontrolle bestanden wurde, aber einige Probenqualitätswerte nicht erreicht wurden. (z. B. Proben- oder Primerkonzentration oder -volumen, Sequenzdesign oder -struktur usw.)